Lichtbilder zeichnen

Warst Du schon einmal bei einem Sonnenaufgang am Meer und hast diese unvergleichliche Stimmung und dieses Spektrum an Farben genossen? Der Sonnenaufgang ist nicht nur wunderschön und regt alle Sinne an, sondern er ist auch das Zeichen für einen Neubeginn. Ein neuer Tag liegt vor Dir, ein Tag den Du gestalten darfst, der Ungewisses bereithält, der Dich vielleicht herausfordert, Dich beschenkt mit neuen Begegnungen, Dir etwas abverlangt oder Dich gleichförmig trägt und Dich erdet. All dies steckt in einem Sonnenaufgang, eine Gefühlsexplosion aus Erinnerungen gepaart mit dem ungewissen Kommenden.
Lass uns diese Stimmung nutzen, um atmosphärische Fotos zu kreieren. Dafür musst Du nicht am Meer sein. Auch ein Sonnenaufgang in der Stadt hält dieses Geschenk für Dich bereit. In meinem kürzlichen Tutorial auf YouTube habe ich über die low-key Fotografie berichtet. (Scrolle runter, um das Video zu sehen.) Eine Art der Fotografie, in welcher die dunklen Bildanteile überwiegen und in welcher Du die vorhandene Lichtquelle nutzt, um Lichtbilder zu zeichnen. Dafür reicht ein Sonnenstrahl, der Dein Motiv beleuchtet. Anfangs ist ein nicht bewegliches Motiv von Vorteil, damit Du genug Zeit hast, Deine Kameraeinstellung vorzunehmen. Besonders schön und stimmungsvoll, kannst Du die low-key Fotografie in einer Kirche nutzen, wenn das Licht durch die bunten Fenster fällt, sich bricht und eine mystische Stimmung zaubert.
Nutze dazu den manuellen Modus Deiner Kamera. Das machst Du am besten mit einer digitalen Spiegelreflexkamera. Falls Du noch keine digitale Kamera besitzt, kann ich Dir unbedingt die Canon 5D Mark II an´s Herz legen. Sie hat eine einfache Menuführung, ist also quasi selbsterklärend. Auch ich habe mit ihr gegonnen. Solltest Du Dich für den Kauf entscheiden, dann nutze gern den folgenden Link, denn dann bekommst Du zusätzlich ein lichtstarkes Objektiv, welche auch noch bildstabilisierend ist, also kleine Schwankungen ausgleicht. Meine Empfehlung für Dich findest Du hier. Möchtest Du ein noch lichtstärkeres Objektiv für Deine neue Kamera, dann kann ich Dir folgende Festbrennweite empfehlen, ein perfektes Weitwinkel für Reise und Naturfotografie. Mit diesem Objektiv kann Du einen wunderbaren Profi-Effekt & grandiose Schärfe erziehlen. Du findest es hier: die passende Festbrennweite findest Du hier

Nutze wie gesagt den manuellen Modus. Die Einstellung findest Du am Objektiv. Stelle auf MF. Das ist wichtig, da die Automatik immer den „optimalen Mittelwert“ einstellt. Stelle die Blende vorab ein. Ob Du eine kleine oder große Blende nutzt, ist Dir überlassen. Mir persönlich gefällt der Effekt der offenen Blende besser, wenn der Hintergrund in die Unschärfe geht. Stelle dann den ISO-Wert auf 100. Da Du sehr dunkle Fotos gestaltest, mit wenigen Lichtanteilen, besteht die Gefahr des Rauschens. Fokussiere im letzten Schritt den hellsten Bildanteil an und stelle die Verschlusszeit auf einen Wert unter null. Nutze dafür die Skala in Deinem Sucher. In meinem Video findest Du eine Darstellung, die Dir die Einstellung Deiner Kamera erleichtert. Je nachdem wie hoch oder niedrig Du die Verschlusszeit wählst, umso mehr variiert das Licht, welches auf Deinem Foto sichtbar ist. Ich zeige Dir hier ein Beispiel für eine low-key Aufnahme und eine high-key Aufnahme, bei welcher die hellen Bildanteile überwiegen. Bei dieser Art von Aufnahme gehst Du genauso vor, legst die Verschlusszeit allerdings im positiven Bereich fest und stellst den ISO-Wert höher.

Ich möchte Dich dazu einladen, mit Licht zu zeichnen. Denn Fotografie ist im Ursprung das Erstellen von Lichtbildern. Mit Licht in Deinen Fotos kannst Du Stimmungen ausdrücken, Du kannst eine Botschaft unterstreichen oder eine Fantasie beim Betrachter kreieren.

Ich freue mich sehr über Deine Rückmeldung in den Kommentaren, wie Dir das Spiel mit dem Licht geglückt ist. Falls Du Fragen oder Anregungen hast, schreibe sie mir ebenfalls in die Kommentare. Wie schön, dass Du dabei bist. Deine Peggy

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  1. Vielen Dank! Schöne, spannende Bilder von der Ostseeküste, mystisch und geheimnisvoll. Und in Deinem Tutorial, liebe Peggy, erklärst Du gekonnt und verständlich, wie man die Kamera einstellt, mit dem Licht arbeitet, um diese Ergebnisse zu erzielen. Das reizt echt zum Ausprobieren (vielleicht spielt ja meine KODAK EasyShare DX6490 aus dem Jahr 2003 dabei mit!). Ich bin gespannt auf den nächsten Blog und das nächste Video !

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